Hamburg Isemarkt

Hamburgs schönste Wochenmärkte #1 - der Isemarkt

Hamburgs ältester Wochenmarkt

Auch wenn die Sonne momentan noch sehr zaghaft ist, so ist er doch sichtbar da - der Frühling.

Überall sprießt und gedeiht es, sattes, saftiges Grün überall, wohin man blickt und das Gefühl von Aufschwung und Veränderung schwebt in der Luft. Rausgehen, draußen sein und natürlich durch die zahlreichen Wochenmärkte schlendern und einkaufen, das ist die Devise. Denn es ist warm genug und die saisonale Vielfalt zaubert uns bunte Tüten und ein Lächeln ins Gesicht.

Seit vielen Jahrhunderten bilden Märkte den Mittelpunkt des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens. Besonders in Hamburg ist es interessant zu sehen, wo die Geschichte der Wochenmärkte beginnt. Grabungen zeigen, dass Ende des 9. Jahrhunderts Händler und Handwerker das damalige Reichenstraßenfleet bebauten - der damalige Fischmarkt. Dieser befand sich am Südende des Domplatzes.

(Bild-Quelle)


Später - vor dem Krieg - waren die historischen Märkte am Hopfenmarkt und der alte Fischmarkt beherbergte die traditionellen Märkte in der Stadt. Während des Krieges siedelten sich neue Plätze auf Wegen zwischen Arbeitsplätzen und Wohnorten der Bewohner an.

Hamburgs schönste Wochenmärkte

Wir wollen euch hier die schönsten und besten Wochenmärkte Hamburgs zeigen, als Homage an den Frühling und den Sommer. Wir schätzen diese nicht nur aufgrund ihrer saisonalen und regionalen Vielfalt (und der damit verbundenen Direktvermarktung der Produkte durch die Erzeuger selbst), auch sind diese Märkte so schön, dass sich nicht nur ein Einkauf, sondern auch ein kleiner Ausflug lohnt.

Mit welchem Wochenmarkt könnten wir den Auftakt machen, wenn nicht mit dem wohl berühmtesten und bekanntesten aller Märkte Hamburgs?
Richtig - dem Isemarkt in Eppendorf.

Direkt an der Isestraße gelegen reihen sich über 200 Händler in einer Länge von sage und schreibe 1 km an. Dass der Isemarkt sich zu einem der größten Märkte entwickelte, liegt übrigens durchaus nahe: dass Bewohner während der Kriegszeiten unter dem Schutz der U-Bahn-Trasse, unter der der Isemarkt beherbergt ist, einkaufen konnten, war sicherlich kein minder großes Plus.

Inzwischen ist der Isemarkt für den Hamburger nicht mehr nur ein Wochenmarkt - er ist ein Stück Hamburg.
Übrigens: der erste Probelauf des Isemarktes mit ca. 40 Händlern lief am 8. Mai 1949, den offiziellen Start allerdings gab es erst am 23. August 1949. Inzwischen besuchen ihn mehr als 6000 Menschen an nur einem Tag, 80% davon nach wie vor Hamburgs Bewohner.

Wer hier her kommt, kann seinen ganzen Wocheneinkauf vor Ort tätigen. Von Obst und Gemüse bis hin zu Kräutern, Gewürzen und Blumen findet sich hier alles, was das Herz begehrt. Darüber hinaus finden sich auch Bücher, Textilien, Schmuck, Kurioses, Werkzeuge. Und vor allem: ein Stück Verbundenheit, Tipps und Tricks für den Alltag und das warme heimelige Gefühl, zuhause zu sein.

Hamburg Isemarkt
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Unsere drei Lieblingsstände

Die Kräuterhexe

Bis vor ihrem sehr plötzlichen Tod im Februar wurde der Stand noch von Ina Sommer-Rathjens geführt, allen bekannt als die Kräuterhexe. Seitdem führen ihn ihre drei Söhne fort. Zum Glück! Denn dieser Stand ist in der Tat eine große Schatzkiste. Die Herren bieten neben frischen Kräutern auch eine sehr große Palette von heimischen bis exotischen, getrockneten Kräutern an, Extra-Wissen um Flora garantiert. Es gibt kein Gewürz, dass die Familie nicht kennt und keins, das man hier nicht findet.
Auch Avocado, Lavendel, Zimtstangen und Zitronen finden sich in ihrem Sortiment. Ganz besonders gern kaufen wir hier die Riesenzitronen aus der Amalfiküste.

Hamburg Isemarkt
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Nudelmarkt

Neben frischer italienischer Pasta finden sich am Stand der drei Partnerinnen Adelheid Klare, Petra Briekorn und Gabriele Gräfe ebenfalls schwäbische Nudeln, Pesto, Trüffelbutter, verschiedene Quiches, Tiramisu und sonstige leckere Dinge, die in Handarbeit und hohem Maß an Qualität zubereitet werden, so dass auch Restaurants auf die eine oder andere Nudel zurückgreifen. Die Frauen haben viel Erfahrung und haben schon Ende der 80er gemeinsam Sache gemacht. Damals waren sie noch in Freiburg und verkauften, obacht! Oliven.

Gekocht wird wie für Freunde, natürlich ohne künstliche Zusatz- oder Aromastoffe, und siehe da: all das schmeckt man. Genau wie die Auswahl ihrer Zutaten, diese kommen direkt von ihren Bio-Erzeugern.

Hamburg Isemarkt
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Hamburg Isemarkt

Bonbon Pingel

Seit fast 60 Jahren, quasi von Anfang des Isemarktes an, macht Hans-Jürgen Pingel das Wochenmarktgeschäft in Hamburg - im Familienbetrieb. Die Bonschen gibt es sogar schon seit über 100 Jahren. Opa Dietrich verkaufte schon damals Mandeln und Zuckerwatte.

Ohne Familie Pingel wäre der Isemarkt nicht der Isemarkt. Ihre Produkte stehen für Qualität, viel Liebe und Handwerkskunst, denn alles wird in Handarbeit produziert - nach traditionellen Geheimrezepten. Das Besondere an Bonbon Pingel ist, dass auch nach 60 Jahren das Grundgefühl am Stand der Familie das Gleiche bleibt: freundlich, kompetent und mit viel Geduld nehmen sich der inzwischen 76-Jährige, seine Frau Carola und Mitarbeiter ausgiebig Zeit für kleine Proben und Fragen ihrer alten und jungen Kunden, inzwischen in dritter Generation.

Hamburg Isemarkt
Hamburg Isemarkt

Was wir uns gegönnt haben.

Bei soviel Fülle an großartigen Sachen, kamen wir natürlich nicht umhin, selber für das Abendessen einzukaufen. Erstmal gab es jeweils eine Gewürzgurke.
Außerdem haben wir gekauft: den sehr leckeren, feinen Grünspargel von Martin Kuhle aus der Lüneburger Heide aus biologischem Anbau (für dieses Gericht) gekauft. Schafsfeta vom Käsestand Frank Thiele, Gewürze von den Jungs am Stand der "Kräuterhexe" und Tomaten und Erdbeer-Pflanzen von Mahnke's Blumen.

Hamburg Isemarkt
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Jeder, der tagsüber die Möglichkeit hat, sollte den Isemarkt mal gesehen, besucht und dort eingekauft haben. Es ist eine Bereicherung für die Sinne und voller Inspirationen.
Er befindet sich zwischen den U-Bahn-Stationen Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke.

 

Isemarkt

Öffnungszeiten:
Dienstags und Freitags - 8.00 – 14.30 Uhr

Adresse
Isestr. 1-73
20144 Hamburg

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2 Kommentare

Mia schreibt |

Hach, hach. Großartige Bilder!
Liebe Grüße, Mia

Bernd borregaard schreibt |

Wie kann es sein, dass die bewohner unter der ubahn waehrend des krieges schutz suchten, wenn der isemarkt erst 1949 eroeffnet wurde ? Ich selbst war bei der eroeffnung anwesend und kann mich erinnern, dass erst der lehmaushub der grindelhochhaeuser entfernt werden musste der dort lagerte.